Diesel-, Benzin- oder Elektroantrieb? Diese Frage treibt die Autokäufer heute mehr denn je um. Dabei ist das, was seit Jahrzehnten recht nebensächlich behandelt wird, nach wie vor eine der saubersten und günstigsten Alternativen: Erdgas! Bei der Anschaffung von zwei neuen Fahrzeugen hat Visuprojekt sich nun darauf besonnen und ein Auto gewählt, das mit einem Gas- und Benzintank ausgestattet ist. Ein interessantes E-Fahrzeug für den Regionalbereich ergänzt den umweltbewussten Fuhrpark zusätzlich.

Gasförmige Kraftstoffe bieten eindeutige Vorteile sobald strenge Grenzwerte für Luftschadstoffe und Klimagase gelten. Denn bei der Verbrennung von CNG-Erdgas entsteht im Vergleich zu Benzin 25 Prozent weniger CO2, während sich im Gegensatz zum Diesel die Stickoxidwerte als so niedrig erweisen, dass sie kaum messbar sind. Erdgas ist künstlich hergestelltes Methan und wird meist aus Rest- und Abfallstoffen, Gülle oder Biomüll hergestellt. Verbrennt es, wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die zu seiner Herstellung genutzten organischen Rohstoffe zuvor aus der Atmosphäre entnommen haben. Dennoch fristen CNG-Erdgasautos in Deutschland noch immer ein Schattendasein. Laut Kraftfahrt-Bundesamt haben die Deutschen von Januar bis einschließlich September 2017 lediglich 2004 Erdgasautos neu zugelassen – über 40 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Lösungsmöglichkeit bivalenter Antrieb

„Nach den seit zwei Jahren andauernden Diskussionen rund um den Dieselmotor, und aus Eigeninteresse an Fahrzeugen mit alternativen Antriebstechniken, haben wir Daten gesammelt und verschiedene Fahrzeuge getestet“, so Visuprojekt Geschäftsführer Maik Kunzelmann. Mit dem Ergebnis, dass zwei Antriebsarten in die engere Wahl kamen: zum einen ein Fahrzeug mit dem Kraftstoffmix Erdgas und Benzin, zum anderen ein E-Automobil. Mit dem Skoda Octavia CNG fiel die Entscheidung auf ein Model mit einem bivalenten Antrieb, der mit einem 1.4 TSI-Motor sowohl mit Erdgas als auch mit Benzin betrieben werden kann. Maik Kunzelmann: „Das ist ein echtes Highlight. Das macht eine Gesamtstrecke von über 1200 km möglich, sollte man einmal Gastank und Benzintank hintereinander leer fahren.“ Da der Gasbetrieb wesentlich umweltfreundlicher ist, will man bei Visuprojekt allerdings vorwiegend diesen nutzen. “Ausserdem bietet Skoda hier ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis an“, so Maik Kunzelmann. „Und in diesem Zusammenhang möchte ich mich auch für die gute Beratung bei Herrn Özan vom Autohaus Badermainzl Gmbh & Co Kg bedanken. Er hat es möglich gemacht, dass wir den Skoda etwas eher bekamen, da ein Vorlaufmodell, das für das Autohaus gedacht war, direkt an uns weiter gegeben wurde“

Europas meistverkauftes E-Auto

Beim Elektroauto, als Alternative für die Nutzung im regionalen Raum, fiel die Wahl auf Europas meist verkauftes E-Auto, den Renault Zoe. Das von Anfang an modern gestaltete Fahrzeug verfügt aktuell als interessanteste Neuerung über eine mit 41 kWh Kapazität deutlich größere Batterie. „Diese ist optional“, so Maik Kunzelmann, „und wir haben uns dafür entschieden, um mehr Reichweite zu haben.“ Insgesamt reiche die Leistung des E-Motors für die Stadt völlig aus, und auch außerhalb sei man flott genug unterwegs, selbst auf der Autobahn. „Da ist die Höchstgeschwindigkeit von135 km/h einerseits ausreichend und andererseits verbrauchsschonend.“ Zusätzlich ist der Renault Zoe 10 Jahre von der Kfz Steuer befreit. Geladen werden kann das Fahrzeug an einer normalen Schuko-Steckdose 230V oder an speziellen Ladesäulen.

Maik Kunzelmann: „Ein Dankeschön geht hier an Herrn Staber vom Autohaus Freilinger & Geisler in Rosenheim. Er hat uns sehr ausführlich zur Technik und über mögliche Förderungen beraten. Sehr wichtig war es, den Renault Zoe vorab einen Tag lang Probe zu fahren.“

Text: Rüdiger Lehmann, Fotos: Visuprojekt

Quellen:

https://www.adac.de/infotestrat/tests/auto-test/detail.aspx?idtest=5514

https://www.adac.de/infotestrat/tests/auto-test/detail.aspx?IDTest=5633

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