VISUPROJEKT setzt auf sensible Personalpolitik

Wie andere Unternehmen, arbeitet auch VISUPROJEKT mit vielen Menschen zusammen. Dabei unterscheidet das Rosenheimer Unternehmen im emotionalen und empathischen Umgang nicht zwischen Kunden, festen und freien Mitarbeitern, Dienstleistern und Zulieferfirmen. Inhaber Maik Kunzelmann betont, dass all diese Menschen bei VISUPROJEKT so behandeln werden, wie man selbst gerne behandelt werden möchte: offen und ehrlich in alle Richtungen.

„Jedes Unternehmen agiert heute als Energiebrennpunkt in der menschlichen Familie, durch das gewisse Energien in die ganze Menschheit hinein fließen können“, so Maik Kunzelmann. Wenn man sehr frei arbeiten könne, wisse jeder Mensch in seinem Inneren am besten, wie er seine Arbeit machen könne. Jeder möchte, wenn vielleicht auch unbewusst, eigenverantwortlich seine eigenen Kräfte ausleben. Kunzelmann: „Entweder wir erkennen diese bei VISUPROJEKT und fördern sie aktiv weiter, oder die Mitarbeiter sagen selbst, wo sie sich weiterentwickeln wollen.“ Kunzelmann eruiert dann, ob es dafür einen Bedarf beim Kunden gibt. Und wenn nicht, macht VISUPROJEKT manchmal trotzdem etwas Neues und prüft, ob der entsprechende Bedarf beim Kunden geweckt werden kann. Diese Form des Risikos, so Kunzelmann, habe bis jetzt immer ganz gut funktioniert: „So fördern wir permanent die Talente unserer Mitarbeiter, von denen jeder ein Spezialist in seinem Bereich ist.“

Wahlfreiheit statt Schublade

Planung und Entwicklung: Manfred Enthofer (Elektrokonstrukteur) und Ruben Soas (techn. Zeichner) Bilder: pressewoche Rosenheim

Planung und Entwicklung: Manfred Enthofer (Elektrokonstrukteur) und Ruben Soaz (techn. Zeichner)
Bilder: pressewoche Rosenheim

Sämtliche Abläufe finden bei VISUPROJEKT ohne Vorgaben und Gebotslisten statt, jeder entwickelt sich in die ihm gegebene Richtung. Und dort, wo es nicht ganz klar ist, kommen sehr rasch Gefühle dafür auf. Maik Kunzelmann führt deshalb regelmäßige Mitarbeitergespräche mit den Schwerpunkten: Wo stehen wir jetzt? Wo gibt es Probleme und wo wollen wir und der Mitarbeiter noch hin? Damit alle die Chance bekommen, in dieser Richtung zu lernen, zu denken und zu handeln, gibt es in regelmäßigen Abständen einen Austausch innerhalb des Teams.

Positive Kundenresonanz

An zwei Tagen im Jahr finden interne Coachings und Schulungen statt, bei denen hausinterne Spezialisten Themen vorbereiten, über die sie sich in kleinen Workshops untereinander verständigen. Ziel ist es, keinen in eine Schublade zu drängen und den Mitarbeitern grundsätzlich die Wahl zu lassen, beispielsweise Projekte zu leiten, oder Mitarbeiter zu führen. Die einen wollen rein als Zeichner und Elektrokonstrukteure arbeiten. Andere möchten Softwaretrainer für die CAE-Sofware E-plan sein oder sich zum Spezialisten für dieses Programm entwickeln. Wer Interesse hat, kann in seiner Heimatregion eine Niederlassung eröffnen, wo er eigenständig Kunden und Mitarbeiter aufbaut. Und dass dieses Handeln von VISUPROJEKT nicht nur im kleinen Kreis hinter verschlossenen Türen stattfindet, zeigt auch die immer stärkere werdende positive Resonanz aus Kundenkreisen.

Ureigene Kräfte zu Rate ziehen

„Eine Personalpolitik, wie unsere, kann nur funktioneren, wenn Geist und Materie im Einklang sind“, so Maik Kunzelmann, „und das sollte in jeder Führungsphilosophie eigentlich das tragende Fundament sein.“ Um dies zu unterstreichen, verweist er auf Ralph Waldo Emerson, dessen Zitat er gerne als Grundlage seines Handelns verstanden haben möchte: „Die Eigengesetzlichkeit der Natur führt Menschen zu Aufgaben, die nur von ihnen selbst vollkommen gelöst werden können. Die kein anderer zu einem gleichen Ende zu führen imstande ist. Im Grunde gibt es keine Nebenbuhler. In dem Maße, wie du deine ureigenen Kräfte zu Rate ziehst und betätigst, unterscheidet sich deine Arbeit von der jedes anderen Menschen und offenbart sich als Meisterwerk. Dein Ehrgeiz entspricht genau deiner Seelenkraft. So hat jeder einzelne seine Berufung durch die Allmacht, dass er ein nur ihm eigenes Werk vollbringt.“

Rüdiger Lehmann