Hamburger VISUPROJEKT Mitarbeiter setzt privat auf Solarenergie

Intelligente Kommunikation zwischen Sonnenkollektoren? Ohne Risiken für die Umwelt, direkt im eigenen Haus? Was vor ein paar Jahren noch nach Science Fiction klang, hat sich bei Familie Bruch aus Beckdorf bei Buxtehude als machbare Investition in die Zukunft erwiesen. Mit einer Technik, die sehr weit fortgeschritten und für den Endkunden nicht nur komfortabel, sondern geradezu unerschöpflich ist…

Dass das volle Potenzial der solaren Energienutzung bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist, konnten Olaf Bruch und seine Familie nicht ganz nachvollziehen. Auch wenn viele Menschen glauben, beim deutschen Wetter mit Sonnenenergie wenig zu erreichen, zeigen die tatsächlichen Verhältnisse etwas anderes: So ist die Strahlungsintensität der Solarenergie an trüben Tagen bei rund 40 bis 200 Watt pro Quadratmeter und an klaren und wolkenlosen Tagen bei etwa 600 bis 1.000 Watt pro Quadratmeter immer noch mehr als ausreichend, um durch den den Ertrag von Solar-Energie die eigenen Strom- oder Heizkosten zu senken. „Es war ein lang gehegter Traum, den wir uns mit der Anschaffung einer Photovoltaikanlage erfüllt haben“, so Olaf Bruch. Auch wenn sich diese mit einer Kapazität von 7,88kWp nicht mit den großen Kraftwerken messen kann, stellt sie für den Mitarbeiter der Hamburger VISUPROJEKT Niederlassung doch einen wichtigen Schritt des Einzelnen zu einer sauberen, zukunftsträchtigen Energieversorgung und zur Abschaffung umweltzerstörender Kraftwerke dar.

Konstante statt steigende Stromkosten

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Aufbau / Auslegung der PV-Anlage (hellblau=gute Nutzung, dunkelblau=Verschattung)

In der Firma Epc Photovoltaik aus Scheeßel, vertreten durch Herrn Bankowski, fand die Familie Bruch einen kompetenten, erfahrenen Partner für alles was nötig war: die Konzepterstellung, die Planung und die Durchführung der Baumaßnahme. Schnell wurde schon bei der Planung klar, dass die vorhandene Immobilie über einige sonnige Flächen verfügt, die im Laufe des Tages im Schatten liegen. Um auch diese zu nutzen, wurde die Anlage an jedem Modul mit einem Leistungsoptimierer und einem Wechselrichter der Fa. Solaredge ausgestattet. Durch die Leistungsoptimierer erhält jede Zelle ihre eigene „Intelligenz“ und kommuniziert mit dem Wechselrichter um alle Zellen optimal auszunutzen. Gegenüber einer Photovoltaikanlage ohne Leistungsoptimierer steigert sich damit der Ertrag um ~20%. Und einen zweiten positiven Nebeneffekt gibt es praktisch nebenbei: Durch die Eigenstromerzeugung ersetzt man die Variable „steigende Strompreise“ durch eine Konstante. Denn nach Möglichkeit soll der selbst genutzte Strom effektiv für den Eigenbedarf genutzt werden, was allerdings auch eine Anpassung der Lebensgewohnheiten erfordert: die Waschmaschine hat dann viel zu tun, wenn die Sonne scheint und abends hat sie Pause.

Zukunftsperspektive für unsere Kinder

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Energieertrag August 2015, ab dem 12.08 (Tag der Inbetriebnahme)

Und was geschieht mit der überschüssig erzeugten Energie? Sie wird ins Netz gespeist und vergütet, da die Anschaffung eines hauseigenen Speichers noch nicht wirklich interessant ist. Olaf Bruch: „Darauf haben wir bewusst zum jetzigen Zeitpunkt verzichtet. Die Anschaffungskosten sind noch zu hoch und brauchbare Erfahrungswerte gibt es ebenfalls noch nicht.“ Allerdings kooperiert die Firma Solaredge bereits mit der Firma Tesla bei der Entwicklung eines auf das bei der Familie Bruch installierte System abgestimmten Speichermoduls. „Sollte dies in drei bis vier Jahren in einem vernünftigen Kostenrahmen nachrüstbar sein, werden wir das nachholen“, so Olaf Bruch. Bis dahin gilt für ihn, die Chance des Augenblicks: „Wenn viele im Kleinen ihren Beitrag leisten, werden wir es auch in unserem Land schaffen, eine Energiegewinnung zu ermöglichen, die unseren Kindern noch eine Zukunftsperspektive bietet.“ Die unkomplizierte und zügige Abwicklung, von der Finanzierung über die Kfw – Förderung bis hin zur Montage, scheint der norddeutschen Familie in ihren Wünschen recht zu geben. Einzig und allein der Netzbetreiber hatte sich „etwas“ Zeit gelassen, um den Netzanschluss herzustellen. Woran das wohl lag?

Rüdiger Lehmann

Weitere Informationen: www.ecopowerconcept.net  www.solaredge.com